Sarah und die Verheißung

Sie waren hochbetagt und alt,
Die Füße langsam, die Hände kalt
Doch als Gott Sie erwählte vor der Welt
Da folgten Sie treu, es hielt Sie kein Geld.

Gott sagte nicht viel, doch deutlich sein Wort
Abram, du musst ziehen an einen anderen Ort
Überhäuft wirst mit Segen du in der fremden Au,
dein ganzes Geschlecht und auch deine Frau

Abraham glaubte dem was Gott hier sagte,
der Weg war weit, doch keiner klagte,
auch Sarah folgte Schritt um Schritt
Durch Nacht und Wüste ging ihr Ritt

Wie sieht er aus dieser neue Segen?
Sarah füllte eine neue Hoffnung sich regen
Gott sprach: ich werde euch mehren,
Die Frau konnte kaum dem Zweifel wehren

Und als Sie nach langer Reise Last
fanden in Kanaan ihre Rast,
Wo blieb da bloß der Verheißung Brot
Im Lande herrschte Hunger, sogar der Tot

Bei Abraham wurden die Sorgen groß
In Ägypten, dacht er, da finden wir Trost,
Sara sah die Schwäche des Gatten
Doch würde sie ihn niemals verraten.

An den Sie sich lehnte der Mann,
der Floh nach Ägypten alsdann.
Hier blieb Gott treu und gerecht,
er verschaffte Sarah ihr Recht

Zurück in der Heimat, spricht Gott deutlich und klar:
„Nicht mehr lange und das Verheißne wird wahr“
Doch Sarah treffen mächtige Sorgen
trifft der Segen ein, so erst morgen

Vielleicht hat Gott nur Abram im Blick,
vielleicht ist die Sache doch noch verzwickt,
Vielleicht trifft der Segen nur Abraham,
nicht ihre sondern nur seine Nachfahrn‘?

Sarah musst sich tief beugen
Es lässt sich nun mal nicht leugnen,
Gott blieb treu seinem Worte,
der Segen galt Sarah an dem Orte

Da verhieß Gott ohne Hohn
Noch ein Jahr, und da ist der Sohn,
Sarah muss lachen, es kommen die Zweifel
die im Herzen nährt der Teufel

Doch Gott zeigt sein Gnädiges Angesicht
Gott hat Sarah ein Lachen zugericht
Und Isaak hält sie in den Händen,
Gottes Führung hat viele frohe Enden

Wo nahm Sarah die Kraft und die Treue?
War es nicht der Glaub‘ ohne Reue,
Sie achtete auf den, der alles verhieß,
auch ihren alten Leib er nicht verstieß

Und viele wurden geboren, wie am Himmel die Sterne,
wie der Sand am Meere in der Ferne,
so zahlreich sind ihre Nachkommen,
Seid nicht ihr es alle, ihr Frommen?

Trotz ihre Schwächen Sarah glaubte
Und Abraham und Gott Sie sicher traute
Dadurch wurden beide in ihren Leben fest
Sie wussten, dass Gott sie niemals verlässt

der Mensch, der Verborgne war ihr Schmuck
der sichtbar wird ohne Lug und Trug
Der sanfte stille Geist,
das ist, was Gott als köstlich heisst.

Autor: paulisergej

Christ, Ehemann, Vater, Ingenieur und Literaturliebhaber

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