Gute Vorsätze gesucht?

Jakobus 4,17: Denn wer da weiß Gutes zu tun, und tut’s nicht, dem ist’s Sünde.

Gute Vorsätze für das Jahr 2019 gesucht? Hier zehn Vorschläge!

Zunächst etwas Theorie:

Jakobus macht uns darauf aufmerksam, dass gute Werke zunächst Weisheit benötigen, und nachdem man erkannt hat („das Gute weiß“) auch Fleiß aufzubringen hat, um dem Nachzukommen. Da man hier schnell in Sünde fällt, können Gute Taten nicht ohne Gnade und Vergebung geschehen (Beachte auch den unmittelbaren Kontext des Verses, z.b.: „So Gott will und wir leben…“) Ein Spezial Input.: Als Reformiert Denkender erkenne ich hier natürlich auch das dreifache Amt Christi als König (Fleiß für gute Werke), Priester (Weisheit für gute Werke) und Prophet (Gnade für gute Werke)

Drei Ideen um ein besserer „Nächster“ für seinen Nächsten zu werden:

1. Sei ein Wohltäter im Christlichen Werk

Suche dir ein „christliches Werk“ aus, dass du unterstützen kannst. Ich habe für mich beschlossen den Folgen Verlag und die Buchhandlung von Alexander R. und Eduard K. zu unterstützen. Es ist einfach beeindruckend und motivierend, was Alexander und Eduard so neben Arbeit, Familie und Diensten in der Gemeinde leistet. Er kann da jede Unterstützung gebrauchen. Ich musste Buße für meine Gleichgültigkeit tun! Glaub mir, der deutsche Evangelikale ist einsam und arm und braucht deine Hilfe!

2. Gedenke der Gebundenen

In so vielen Ländern müssen Christen furchtbar leiden für ihren Glauben. Hier könnte es sinnvoll sein, sich gezielt ein Leid bzw. eine Unrechtssituation auszusuchen und intensiv und beharrlich dagegen vorzugehen: Anschreiben von Botschaften, Briefe an Gefangene, Petitionen starten, Plakate bezahlen, für Fluchtmöglichkeiten kämpfen, Wege gibt es mehr als Genug…

3. Sei ein Gastgeber!

Glaub mir, als einem Neigschmecktem, der deutsche Kulturkreis (was ein nettes Wort) hat hier unfassbaren Nachholbedarf. Lade den ein, von dem du keine Gegeneinladung erwartest und du wirst den Engeln Gottes näher kommen! (Hebr. 13,2) Gastfreundschaft ist der Weg um seinen Horizont zu erweitern (nebenbei gesagt, war Gastfreundschaft von Christen, das Mittel, dass Gott nutzte, um mich zu Christus zu führen). Ein Literaturtipp hier! Sei kein Perfektionist, lass andere dein Chaos und dein Leben unter der Gnade sehen!

 Drei Ideen für die persönliche Entwicklung

4. Sei ein Theologe!

Schreibe eine Predigt. Im Ernst, einen Großteil der Predigten schreibe ich einfach nur für mich und meine Familie, und ich bin unfassbar gesegnet dabei. Mann muss kein Priester sein, um sich mit dem Wort Gottes intensiv beschaffen zu können. Schreibe sie einfach für dich! Die Regel dabei ist eigentlich einfach, so dass jeder sofort loslegen kann: Lesen, Beobachten, Interpretieren, Anwenden!

5. Sei ein Künstler!

Schreibe ein Gedicht, komponiere ein Lied, male ein Bild, baue eine Skulptur, schreibe ein Buch. Mach es einfach um der Kunst willen. Sei Kreativ als Kreation Gottes!  Ich habe vor zwei Jahren tagelang an einem Puppenhaus für meine Tochter, und diese Arbeit hat mir so viel Freude gemacht, dass ich sogar noch die Möbel für das Haus baute, und es später anstrich und mit einem Balkon versah. Auf dieses Werk bin ich besonders stolz! Kunst ist sowas von Christuslos (will nicht sagen antichristlich und gottlos) heutzutage, lass sie uns zurückerobern!

6. Sei ein Kind!

Tue etwas unsinniges! Etwas wo nicht der Pragmatismus oder der Nutzen im Vordergrund steht: Vor einigen Wochen besuchte uns ein Mensch mit einer geistlichen Fehlentwicklung, er wird in seinem Inneren immer ein Kind bleiben. Wir haben den halben Tag zusammen auf einem Super Nintendo Emulator Super Mario World gespielt und wir hatten unsere helle Freude dabei. Ich will das 2019 unbedingt wiederholen! Kurz: Ich will mal so richtig ineffizient sein!

Drei Ideen für mehr Disziplin. Meistens besteht diese aus Selbstverleugnung:

7. Sei offline!

Mir werden die Leute immer sympatischer, die sonntags generell nicht surfen (Übrigens ist diese Tugend sehr üblich im Judentum). Im Ernst, das wahre Leben ist deutlich mehr als Facebook & Co.

8. Lass dich übervorteilen!

Etwas was ich sehr langsam lerne ist es, nicht immer recht behalten zu müssen. Ich lasse mich übervorteilen! Ich muss nicht das letzte Argument haben, und ich muss auch nicht jeden von meinen Ansichten überzeugen, ich will einfach selbst überzeugt sein. Verzichte auf Rache! Überlasse die Rache Gott!

9. Töte (Beziehungs)götzen!

Die Frage die mich hier lange begleitete war: Wie macht man das eigentlich? Wohl so: Stehe zu einer Position, die auch mal unangenehm ist. Äußere diese freundlich aber deutlich, auf die Gefahr hin, dass du dadurch das Ansehen verlieren solltest! Hilft dir Menschenfurcht zu verlieren! Ich habe immer lieber zu einem Kompromiss gegriffen und bin in Anbetung von Menschen geendet, seit ich dagegen ankämpfe, werde ich freier, ohne den Respekt meiner Mitmenschen zu verlieren (dieser nahm sogar eher zu)

Schließlich: Evangelium und nicht Gesetz!

10. Geh unter der Gnade!

Die vielen „Seis“ und Ausrufezeichen sind dir bestimmt auch aufgefallen. Nun, glaube ja nicht, dass du durch deine guten Werke irgendwie den Zorn Gottes besänftigen könntest, oder auf irgendeine Weise seine Gunst erkaufen könntest, oder gar Gott einen Grund geben könntest dich zu lieben! Wie hörte ich es mal von einer Frau: Wenn Gott mich nicht vor Grundlegung der Welt geliebt hätte, hätte er mich nie geliebt! Tue Gutes, Fürchte Gott und Glaube an das Evangelium! Und falls du kein Christ bist: Tue Buße und glaube an das Evangelium!

Bedenke: You only Live Twice!

 

Autor: paulisergej

Christ, Ehemann, Vater, Ingenieur und Literaturliebhaber

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