Der falsche Verdacht

Im Gloucester Museum fand ich dieses Bild (the Emigrants,1910) von Victor Hageman

Diese kleine Anekdote erlebte ich in den letzten Tagen während meines Aufenthalts in einem Vorort vor Oxford. Ein ausführlicher Reisebericht über meinen Aufenthalt in Oxford folgt nach meiner Rückkehr nach Deutschland.

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Christus: Stütze der Versuchten – Eine Predigt von George Whitefield

(c) Public domain

Ich bin auf diese Predigt von Whitefield gestoßen. Als klarer Verteidiger reformatorischen Denkens tritt er hier in der Besprechung von Matth. 6,13 auf. Die, die vom „eigentlich ganz netten Menschen“ reden, sind dem Evangelium genau so fern, wie die heidnischen Philosophen. Denn der Mensch ist oft seinem Versucher sehr ähnlich. Voller Lüge, Stolz und Neid! Dass Satan Gott nichts gönnen kann ist eine Ursache der Versuchung durch den Satan. Ihm, diesen Uralten Listigen und Mächtigen Widersacher Gottes können wir alleine nicht widerstehen. Mit sehr deutlichen Tönen ruft Whitefield seine Zuhörer somit auf, Christus und sein Heil zu suchen. Spannend finde ich, dass Whitefield weder eine billige Gnade noch eine billige Buße verkauft. Buße und Bekehrung sind in dieser Predigt eine äußerst ernste Angelegenheit. Sicherlich ein Element der Verkündigung das heute verloren gegangen ist.

So macht man Christus zu einem halben Retter und gibt dem Menschen die halbe Ehre. Ich sage jedoch, Christus will deine ganze Gerechtigkeit, deine ganze Weisheit und deine ganze Heiligung sein, ansonsten wird er niemals zu deiner ganzen Erlösung.“

Meine Lieben verführt euch jedoch nicht selbst, denn Gott lässt sich nicht verspotten. Ihr ruiniert euch selbst für Zeit und Ewigkeit. Ihr betet „Führe uns nicht in Versuchung“, und fordert (gleichzeitig) Satan auf, zu kommen und euch zu versuchen.

„Oh! Wie sehr wünschen wir es uns, Jesus bereits früher gekannt zu haben, und sehnen uns nach seiner Liebe. Es ist eine aufsteigende Liebe, beeindruckend, vergebend, sterbend, erhöhend, vermittelnd und verherrlichend.“

Hier geht es zum download:

Die Predigt „Christus -Stütze der Versuchten“ von George Whitefield:

pdfdocxmobi und epub (Archiv)

Ich empfehle zudem die Kontroverse zwischen Whitefield und Wesley.

Übrigens: von Carl R. Trueman gibt es (auf englisch) einen wunderbaren Audio-Beitrag über George Whitefield, in dem er auch zahlreiche Literaturhinweise macht.

Eine Viertelstunde über Apg. 1,18-20

Im Rahmen der Betrachtung über die Wahl Matthias zum zwölften Apostel sollte ich über die Verse 18-20 im ersten Kapitel der Apostelgeschichte nachdenken. Ich muss sagen, es viel mir schwer. Der Selbstmord eines Verräters machte natürlich auch den Jüngern schwer zu schaffen. Wie nah waren Sie selbst dem Abfall gewesen. So hatten sie oftmals wenig Glauben, in Anfechtungen vor allem Menschenfurcht und Gleichgültigkeit und gleichzeitig aber auch genügend Stolz um nach dem rechten Platz im Reich Gottes zu fragen. Dennoch überrascht die Autorität Petri, der hier noch vor dem Pfingstereignis zum Kreuz Christi geht, und den „Riss“ Judas‘ möglichst schnell heilen möchte.

Hier geht es zum Audiofile:

Gottes Vorsehung im Leben Ruts

Julius Schnorr von Carolsfeld malte Rut im Feld des Boas (1828), Bildrechte gemeinfrei

Gott ist da! Ich denke, dass ist die Botschaft des kurzen biblischen Buches „Ruth“. Eigentlich werden auf den ersten Buch nur triviale Begebenheiten erzählt. Eine Liebesgeschichte, die so gar nichts spannendes an sich hat. Eine unglückliche Witwe Naemi, und eine eher einsam wirkende Fremde mitten in Israel. Naemi will auch nur noch „Mara“ Leid genannt werden. Vielleicht hat sie auch nichts besseres verdient, wenn sie Schon Bethlehem, das Haus des Brotes verlässt? Nun, die 4 kurzen Kapitel des Buches motivieren zur Dankbarkeit und zu Gott vertrauen. Weder Naemi noch Rut werden getäuscht, obwohl sie nie den ganzen Plan erfahren. Das Rut schließlich auch zur Ururur….großmutter unseres Erlösers wird! Wer hätte das gedacht! Aber, bei Gott ist nun mal kein Ding unmöglich.

Diese Überlegungen motivieren mich zu einem Gedicht über Ruth:

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Der Personenkult

Der Blog „Christen finden Ruhe„, hat vor einigen Tagen zu einer „Blogger-Parade“ aufgerufen. Gerne liefere ich meinen Beitrag dazu! Der Artikel versucht mein Ringen, den Christlichen Glauben zu verstehen, darzustellen. Kurz, ich glaube ich bin ein Fan von Jesus Christus, ich huldige einem Personenkult! Doch, immer der Reihe nach:

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Pauli goes to (1)… „Evangelischer Bibelkreis“

Es wird Zeit für eine neue Kolumne. Unter dem Reiter „Pauli goes to“ will ich meinen Besuch bei recht ungewöhlichen (zumindest für mich) religösen Veranstaltungen beschreiben. Mit dem Titel hoffe ich auch ausreichend Selbstironie zu besitzen.

Froh darf ich verkündigen, dass der erste Beitrag in dieser Serie einer Veranstaltung der Evangelischen Kirche in Deutschland geweiht ist!

Intro

Zunächst: Da ich wie immer, mit meiner Kritik nicht sparsam umgehen werde, könnte mancher Leser versucht sein, den „Tatort“ identifizieren zu wollen. Ich kann versichern, dass es keiner der Bibelkreise in meiner unmittelbaren Umgebung ist. Dennoch war mein Besuch genau aus diesem Grund motiviert. Seit ich im Frühjahr dieses Jahr eine fromme und „evangeliumssüchtige“ Familie (die unserer Familie ein großes Vorbild ist) in einem katholischen Milieu kennen lernen durfte, würde ich mir gerne Gemeinschaft mit Christen auch in meinem Dorf wünschen. So verteilte ich Flyer mit Einladungen zu einem Hauskreis. Jedoch verstehe ich, dass für Lang eingesessene Dorfbewohner bereits mein Vorname Schrecken hervorrufen dürfte. So suchte ich nach Pilotprojekten und wurde auf einen „Bibelkreis“ (so die Eigenbezeichnung) einige Örter weiter aufmerksam.

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Flower Power?

Ein Artikel von Carl R. Trueman:

Vor kurzem machte ein Tweet des Union Theological Seminary in New York City deutlich, dass die Einrichtung, die früher Koryphäen von der Größe eines Reinhold Niebuhr und Paul Tillich hervorbrachte, nun zu einer innovativen Bußpraxis ermutigt: Das Sündenbekenntnis gegenüber Pflanzen. Um den Tweet zu zitieren: „Heute in der Kapelle beichteten wir zu Pflanzen. Zusammen hielten wir unseren Schmerz, Freude, Reue, Hoffnung Schuld und Leid im Gebet fest; und opferten dies an Wesen, die uns erhalten, deren Gaben wir jedoch viel zu selten ehren. Was bekennst du den Pflanzen in deinem Leben?“ (Hier geht’s zum Original Tweet)Leider berichtet das Seminar nichts darüber, wie die Pflanzen auf diese verspätete Beichte reagierten.

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