Spurgeon über Exzentrizität von Predigern

spurgeon

„Das folgende Ererignis, welches ich persönlich erlebte, wird die Kraft der Rasse und des Klimas aufzeigen um den Vorwurf der Exzentrizität zu produzieren. Ein Holländer, der, – nach seinem sehr ordentlichen Schreibstil, und der Ausdrucksweise seiner Sätze zu urteilen, ein sehr beispielhaftes Individuum sen sollte, schreib mir einmal einen streng ermahnenden Brief. Nachdem er meine gedruckten Schriften mit viel Freude gelesen habe, kam er zum Ergebnis dass ich ein gottesfürchtiger Diener bin, und verweilte, als er einmal in London war im Gottesdienst um mich zu hören. Dies musste er jedoch sehr bereuen, denn von nun an verlor er die Kraft meine Predigten mit Freude zu lesen. Weiterlesen „Spurgeon über Exzentrizität von Predigern“

Spurgeon’s A Defense of Calvinism

spurgeon.jpg
Ich denke Spurgeon hatte eine besonders seelsorgerliche Art um die Lehren der Gnade zu vertreten. Man findet oft so viel „calvinistischen“ Hochmut und unfassbar übertriebene Härte, die natürlich immer als „der reine Kampf für die Wahrheit“ verkauft wird. Als würde man durch Erkenntnis selig und nicht durch das Werk Christi. Spurgeon sieht man seine Bemühung um die Seelen an.

Ich habe keine Fackel benutzt, um die Sonne zu erleuchten, sondern die Sonne hat mich erleuchtet. Ich habe mein geistliches Leben nicht selbst angefangen – nein, ich habe vielmehr gegen die Dinge des Geistes getreten und gekämpft; als er mich zog, bin ich ihm eine Zeitlang nicht gefolgt; in meiner Seele war ein natürlicher Hass gegen alles Heilige und Gute. Wehrufe über mich waren vergeblich, Warnungen wurden in den Wind geschlagen. Donnerschläge wurden missachtet; und was das Flüstern seiner Liebe angeht, es wurde zurückgewiesen als etwas, das weniger ist als nichts. Und so bin ich mir heute sicher, dass ich es sagen kann: »Er allein ist meine Errettung.« Er war es, der mein Herz herumwendete und mich auf meine Knie brachte vor ihm. Ich kann es wie Doddridge und Toplady mit aller Überzeugung sagen:

„Die Gnade befahl meiner Seele zu beten und ließen meine Augen überfließen.“

Und genau an dieser Stelle kann ich hinzufügen:

„Diese Gnade hat mich bis an den heutigen Tag behütet und wird mich nicht mehr loslassen.“

Spurgeon diskutiert nicht theoretische Konzepte sondern geistliche Realität, die ihm persönlich durch Mark und Bein ging, so schreibt er auch:

Gut kann ich mich daran erinnern, wie ich die Lehre der Gnade in einem einzigen Augenblick gelernt habe. Wie wir es alle von Natur aus sind, wurde ich als ein Arminianer geboren. Ich glaubte fest daran, was ich immer wieder von der Kanzel herunter gehört hatte, und sah die Gnade Gottes nicht. Als ich auf dem Weg zu Christus war, dachte ich, ich würde es ganz allein tun, und obwohl ich den Herrn ernstlich suchte, hatte ich keine Ahnung, dass er mich suchte. Ich glaube nicht, dass ein Jung-Bekehrter sich dessen bewusst ist. Ich kann noch den Tag und die Stunde nennen, als ich zum ersten Mal diese Wahrheiten in mir selbst begriff – als sie, wie John Bunyan es sagt, in mein Herz eingebrannt wurden wie mit einem heißen Eisen, und ich erinnere mich, dass ich den Eindruck hatte, in einem Augenblick vom Baby zum erwachsenen Mann gewachsen zu sein. Weiterlesen „Spurgeon’s A Defense of Calvinism“

Joseph und seine Brüder

Er war einer von zwölf Brüdern,
doch sollte diese vieles hindern
ihn zu akzeptieren, und ihn zu verstehen
das Bunte Kleid konnten Sie nicht sehen!

Noch viel mehr Ärger bekam er sodann,
als er dem Vater zu erzählen begann,
was so alles die Brüder getan, gesagt,
Wo sie gesündigt und haben versagt

Als Jesus dann auch noch Großes träumte,
die ganze Schar vor Wut nur so schäumte
der Sonderling sagte wirklich mit Mut
„Eure Garben ziehen vor meiner den Hut“

Dies brachte zum Überlaufen, das Fass
die Brüder wurden voll Neid und voll Hass
In ihrer Mitte zu dulden den Sonderling
das wurde zu einem unmöglichen Ding

Weiterlesen „Joseph und seine Brüder“

Eine Predigt von C.H. Spurgeon

Zur Person

Geboren am 19.6.1834 in Essex, heimgegangen am 31.01.1892 in Nordfrankreich.

C.H.Spurgeon wird auch als Predigerfürst bezeichnet.


Mit fünfzehn Jahren entschied er sich für die Nachfolge Christi, und war bereits mit 16 der Pastor einer kleinen Dorfgemeinde. Ab 1854 nahm er eine Predigerstelle im Metropolitan Tabernacle in London an. Seit der Zeit predigte er für über 30 Jahre mehrmals wöchentlich vor tausenden von Zuhörern. Seine Sonntagspredigten wurden aufgezeichnet und wöchentlich verkauft. Sie erreichten hohe Verbreitung (Auflage bis zu einer Million stark). Neben seinem Dienst als Pastor verfasste er zahlreiche Bücher, darunter eine sehr kostbare Auslegung zu den Psalmen (Aus der Schatzkammer Davids).  Schließlich bemühte er sich auch um ein bibeltreues Bibelseminar für Pastoren, das sogenannte Pastors‘ College. in den 70’ger Jahren des 19ten Jahrhunderts organisierte er mit seiner Gemeinde eine Betreuungseinrichtung für Waisenkinder.

Auch heute noch werden seine Schriften gerne gelesen. Für weitere Informationen empfehle ich die Webseite http://www.nimm-lies.de. Hier findet sich auch eine Übersicht über die Werke von C.H.Spurgeon (einschließlich sämtlicher Verlinkungen zu Erwerbungsmöglichkeiten und kostenfreien PDFs).

Auf wiederholtes Drängen nahm ich einmal mit einem Freund eine Predigt von Spurgeon auf.

Hier wird nun eine Predigt vorgestellt, welche sich in dem Büchlein „Heilig dem Herrn“ wiederfindet veröffentlicht. Natürlich wird ein weitergeben erwünscht.

Auf welcher Seite stehst du

Eine Einführung in das Neue Testament anhand der Grußtexte der Paulusbriefe

Ich hatte vor etwa einem halben Jahr die Ehre in unserer Gemeinde über dieses Thema zu referieren.

Als sehr hilfreiche Einführung empfand ich J. Gresham Machens Buch „The New Testament“

Die Audiodateien stehen hier zum Download.

Teil 1

Teil 2

Kurze Inhaltsbeschreibung folgt.

Sarah und die Verheißung

Sie waren hochbetagt und alt,
Die Füße langsam, die Hände kalt
Doch als Gott Sie erwählte vor der Welt
Da folgten Sie treu, es hielt Sie kein Geld.

Gott sagte nicht viel, doch deutlich sein Wort
Abram, du musst ziehen an einen anderen Ort
Überhäuft wirst mit Segen du in der fremden Au,
dein ganzes Geschlecht und auch deine Frau

Abraham glaubte dem was Gott hier sagte,
der Weg war weit, doch keiner klagte,
auch Sarah folgte Schritt um Schritt
Durch Nacht und Wüste ging ihr Ritt Weiterlesen „Sarah und die Verheißung“

Das Evangelium erreicht einen Zöllner

Lukas-Evangelium, Kapitel 19, Vers 1-10:
„Und er zog hinein und ging durch Jericho. Und siehe, da war ein Mann genannt Zachäus, der war ein Oberster der Zöllner und war reich. Und er begehrte Jesum zu sehen, wer er wäre, und konnte nicht vor dem Volk; denn er war klein von Person. Und er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerbaum, auf daß er ihn sähe; denn allda sollte er durchkommen. Und als Jesus kam an die Stätte, sah er auf und ward sein gewahr und sprach zu ihm: Zachäus, steig eilend hernieder; denn ich muß heute in deinem Haus einkehren! Und er stieg eilend hernieder und nahm ihn auf mit Freuden. Da sie das sahen, murrten sie alle, daß er bei einem Sünder einkehrte. Zachäus aber trat dar und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und so ich jemand betrogen habe, das gebe ich vierfältig wieder. Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, sintemal er auch Abrahams Sohn ist. Denn des Menschen Sohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, das verloren ist.“

Dieser Text zeigt die ganze Pracht des Evangeliums von Jesus, und seine Wirkung auf die Menschen. Wie das Evangelium im Menschen wirkt, wollen wir im Folgenden zusammen betrachten.

1. Zachäus, sein Stand und Leben:

Zachäus kann im besten Fall als ein Self-Made-Man bezeichnet werden. Ist man ihm nicht so wohlwollend eingestellt, weiß man, dass er einen korrupten Lebensstil führte: Denn er war Zöllner. Ein Beruf, denn man im Zeitalter der Globalisierung und der Europäischen Union scheinbar ganz aus den Augen verloren hat. Zur Zeit der Antike und der Großreiche, spielte er jedoch für die oktroyierten Imperatoren die große Rolle, die besetzten Gebiete zu kontrollieren und finanziell auszuschöpfen. So musste auch das jüdische Volk diverse Steuern und Zölle an die römischen Besatzer abgeben. Dementsprechend verpönt war auch der Beruf des Zöllners. Viele jedoch sahen darin eine Chance gesellschaftlich aufzusteigen, da die römische Macht gerne mal ein Auge zudrückte, wenn man mehr Steuern erhob, als eigentlich vorgesehen, – natürlich um die Differenz in die eigene Tasche zu stecken. Dadurch wurde dieser Berufszweig jedoch als umso verruchter angesehen. Somit wurde ein Zöllner ein Schaubild für einen ausgemachten Sünder, also für einen Menschen, der gewissenlos mit seinen Sünden umging. Im Volksmund wurde ein Zöllner sogar gerne mit  Huren in einem Satz erwähnt (Vgl.: Math. 21,31 und Math. 9,11).

Weiterlesen „Das Evangelium erreicht einen Zöllner“