Kritik von Propheten

Man stelle sich eigentlich die Ungeheurlichkeiten vor, die die Propheten um sich warfen. Amos sprach davon, dass Gott Juda und Israel nicht schonen wird (Amos 2.4,6). Damit sagte er kurzerhand, dass all Unglück in Israel, sei es die Ausbeutung durch die Feinde, seien es Missernten ein Eingreifen Gottes ist. (Amos 3,6). Jeremija beklagte überall den Bundesbruch des Volkes (z.b. Jeremija 11) und selbst als man ihn ins Gefängnis steckte schrieb er seine Reden einfach auf. Nach dem Verbrennen derselben wurde die Kritik sogar noch länger. Aber ich glaube niemand trieb es toller als Hesekiel und Hosea. Hesekiel bezeichnete das Volk Gottes als Hure.  (Man stelle sich das einmal vor: das erwählte und erkaufte Volk Gottes wird mit einer Prostituierten verglichen, was für ein Sakrileg…) Dabei bedient er sich geradezu pornographischer Sprache (Hesekiel 16 ist ja wohl das Kapitel dass jeder Teenie verschmitzt in der Kirche liest…immerhin dieses Kapitel). Hosea treibt dieses Bild auf die Spitze (Achtung: Anachronismus), so dass er sich sogar selbst mit einer Hure vermählte, um die Situation des Volkes Gottes darstellen zu können.

Mögliche Reaktionen des Volkes:

  • Amos was fällt dir ein, wenn Israel so schlimm ist, dann bleib doch in Juda! Geh doch zurück in deine Heimat. Und überhaupt schau dir doch an was in Moab und Edom abgeht, da ist Israel das reine Paradies…
  • Jeremija du sagst, dass wir Gott untreu sind, dabei sind deine ständigen Depressionen und Jammerlieder auch nur ein Zeichen dessen, dass du an Gott irre wirst, offensichtlich bist du also kein Deut besser als wir… Das Gericht falle also auch über dich!
  • Hesekiel, so schlecht wie du es sagst, kann es gar nicht sein. Bestimmt hat Gott nur gute Absichten mit uns in Babel…Überhaupt ein Unding ein erwähltes Volk mit derart derben Begriffen zu belegen. Hesekiel, du bist bestimmt nicht orthodox

 

 

Die Pharisäer sehen sich bestätigt

Die Pharisäer suchten verzweifelt nach einer Möglichkeit Jesus und seine Nachfolger zu diskreditieren. Jesus war einfach zu demütig um das zu sein, wass er zu sein beanspruchte: Nämlich die Erfüllung aller Verheißungen an Israel. Was dieser Freund der Zöllner, dieser arme ungebildete Zimmermann soll die Erfüllung der dicken Prophetien sein? Zähneknirschend musste man sich eingestehen, dass er die Schrift bis ins Detail kannte und auch noch besser dem Volk erklärte. Auch konnte man keine Anklage vorbringen. Aber halt, doch da waren Dinge: War diese Dienstbereitschaft selbst am Sabbat nicht zu viel des Guten? Es ist doch immerhin das heilige Gebot Mose, dass Jesus hier brach, so leichtferitg brach, so regelmäßig, ständig unterwegs und voll Gnade, voll Hilfsbreitschaft machte er die Mengen gesund und spottete so jahrhundertealten Traditionen

Als man genauer sah, erkannte man noch viele weitere Fehler, vor allem unter seinen Nachfolgern. Ein echter Messias hätte sich niemals einen solchen Haufen ausgesucht. Man stelle sich vor, sie fasteten nicht. Als wäre Israel nicht bedrückt durch die Römer, als wäre der Messias schon da. Man stelle sich auch vor, welch Graus und Schrecken, sie nahmen Mittags die Speise (und man wahr schon dankbar, dass sie nicht am Sabbat die Ähren pflückten…ach halt, das auch noch) mit ungewaschenen Händen zu sich. Voll Selbstzufriedenheit rieben sich die Pharisäer die Hände: Sie wussten sich bestätigt! Solche Menschen können nicht die Jünger des echten Messiases sein. Jeder gute Mensch wusste doch, dass man sich mit ungewaschenen Händen verunreinigt, und zwar klingt das immer so simpel, rein, unrein, aber schließlich ist der Leib eine Schöpfung Gottes (hätten sie das NT gekannt, würden sie sogar hinzufügen: der große und heilige Tempel Gottes) nach seinem Ebenbild. Und ist mann ungewaschen Brot, so steht man in Gefähr unreine Hände zu seinem Mund zu führen…Und die Möglichkeit unrein zu werden ist so vielfach, ein Kadaver hier, ein Heide dort…Und ist man erstmal unrein, ist keine Gemeinschaft mit Gott möglich. Man stelle sich vor, solche unreinen und gleichgültigen Menschen wollen dann noch in den Tempel die Gemeinschaft mit Gott suchen…Und dieser Mensch behauptet er wäre mehr als der Tempel, dann würde er diese Unreinen niemals in seiner Nähe dulden.

So standen die Pharisäer und wuchsen in ihrem Stolz. Jesu erscheinen bestätigte sie weiterhin in ihrem Weg. Und voller Selbstherrlichkeit und Selbstverliebheit gingen sie an der Gnade vorbei. Weiterlesen „Die Pharisäer sehen sich bestätigt“

Übersicht über den Römerbrief

Bei der Familienandacht haben wir die letzten Wochen gemeinsam den Römerbrief betrachtet. Zum besseren Einprägen des Inhalts habe ich ein Inhaltsverzeichnis erstellt. Diesmal konnte ich überhaupt den Roten Faden in diesem Schreiben entdecken. Den starken Bezug zu Israel kann ich aber noch nicht richtig einordnen, auch im dritten Kapitel ist mir ein Abschnitt unklar geblieben. Vielleicht kann mich jemand unterstützen!?

Das Amt des Paulus und Vorstellung

Röm 1,1-15

„Ich bin ein Schuldner der Griechen und der Nichtgriechen, der Weisen und der Nichtweisen;

Starkes Evangelium aber Gottlose Menschheit

Röm 1,16-32

„Und weil Sie es für nichts geachtet haben, Gott zu erkennen, hat sie Gott dahingegeben in verkehrten Sinn, so dass sie tun, was nicht recht ist“ (V.28)

Jeden Unrechten erwartet unendliches Gericht…

Röm 2,1-16

„Denn vor Gott sind nicht gerecht, die das Gesetz hören, sondern die das Gesetz tun, werden gerecht sein.“

…unabhängig von der Kenntnis des Gesetzes

Röm 2,17-29

„Du rühmst dich des Gesetzes, und schändest Gott durch Übertretung des Gesetzes?“

Unklarer Abschnitt

Röm 3,1-8

Die Rechtfertigung von Sündern aufgrund von Gnade durch Glauben

Röm,3,9-31

„…und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.“ Weiterlesen „Übersicht über den Römerbrief“

Naeman – Unverdiente Gnade für einen großen Sünder

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Ich habe den Kindern die Geschichte von Naeman erzählt und mir fiel auf, wie viel von der Botschaft des Evangeliums in dieser Geschichte verborgen ist, einige Punkte:

  1. Die Heilung war unverdient, Naeman hatte keinen Anspruch darauf, er war nicht nur Gottlos, sondern auch ein Götzendiener und einer der schlimmsten Feinde Israels.
    1. Gott gebraucht gerade eines seiner Verbrechen, um ihn zu retten
    2. War Naeman der einzige Aussätzige? (Lk 4:27) Und viele Aussätzige waren in Israel zu des Propheten Elisa Zeiten; und deren keiner wurde gereinigt denn allein Naeman aus Syrien.
  2. Die Heilung war völlig umsonst
    1. Kostete ihn aber fast alles, er musste
      1. Seinen Stolz ablegen (V.11-12)
      2. Seine Herkunft vergessen
      3. das Heil bei den Juden suchen (Wir dürfen das Heil bei DEM Juden suchen)
      4. Nicht auf seinen Reichtum / Wohlstand bauen (hätten wir Naeman hier gefragt, die hälfte abzugeben, wäre er damit nicht einverstnaden gewesen?)
  3. Die Heilung war alleine durch den Glauben an das Wort des Propheten Alleine durch den Glauben (war es das 7malige Taufen das ihn heilte? Könnte jeder das nachmachen, nein nur der Gläubige)
    1. Jesus ist unser Prophet, der spricht und durch den Glauben an sein Wort werden wir geheilt
    2. Die Heilung war alleine durch den Glauben an das Wort des Propheten) Alleine durch den Glauben (war es das 7malige Taufen das ihn heilte? Könnte jeder das nachmachen, nein nur der gläubige)
      1. Jesus ist unser Prophet, der spricht und durch den Glauben an sein Wort werden wir geheilt.

Beachtet auch die Bedeutung des Jordans als Sinnbild des Todes: Ich darf leben, weil Jesus den Tod auf sich nahm.

Audiobeitrag hier.

Weiterlesen „Naeman – Unverdiente Gnade für einen großen Sünder“

Saul, eine tragische Entwicklung

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Saul und David, Gemälde von Rembrandt

1 Samuel Kap.9,1.Es war aber ein Mann von Benjamin mit Namen Kis (…) 2. Der hatte einen Sohn mit Namen Saul; der warein junger schöner Mann, und war kein schönerer unter den Kindern Israel, eines Hauptes länger denn alles Volk. 3. Es hatte aber Kis, der Vater Sauls, seine Eselinnen verloren; und er sprach zu seinem Sohn Saul: Nimm der Knechte einen mit dir, mache dich auf, gehe hin und suche die Eselinnen. 4. Und sie gingen durch das Gebirge Ephraim und durch das Land Salisa und fanden sie nicht; sie gingen durch das Land Saalim, und sie waren nicht da, sie gingen durchs Land Benjamin, und fanden sie nicht. 5. Da sie aber kamen ins Land Zuph, sprach Saul zu dem Knechte, der mit ihm war: Komm, laß uns wieder heimgehen; mein Vater möchte von den Eselinnen lassen und um uns sorgen. 6. Er aber sprach: Siehe, es ist ein berühmter Mann Gottes in dieser Stadt; alles, was er sagt, das geschieht. Nun laß uns dahin gehen; vielleicht sagt er uns unsern Weg, den wir gehen. 7. Saul aber sprach zu seinem Knechte: Wenn wir schon hingehen, was bringen wir dem Mann? Das das Brot ist dahin aus unserm Sack; so haben wir sonst keine Gabe, die wir dem Mann Gottes bringen. Was haben wir? 8. Der Knecht antwortete Saul wieder und sprach: Siehe, ich habe ein Viertel eines Silberlings bei mir; das wollen wir dem Mann Gottes geben, dass er uns unsern Weg sage. (…) 10. Saul sprach zu seinem Knecht: Du hast wohl geredet; komm laß uns gehen! (…) 20 Und um die Eselinenen, die dur vor drei Tagen verloren hast, bekümmere dich jetzt nicht: sie sind gefunden. Und wes wird sein alles, was das Beste ist in Israel? Wird’s nicht dein und deines Vaters ganzen Hauses sein? 21. Saul antwortete: Bin ich nicht ein Benjaminiter und von einem der geringsten Stämme Israels, und mein Geschlecht das kleinste unter allen Geschlechtern der Stämme Benjamin? Warum sagst du denn mir solches? (…) 25. Und da sie hinabgegangen waren von der Höhe zur Stadt, redete er mit Saul auf dem Dache

Ein tugendhafter Mann

Obwohl Saul uns als junger, schöner Mann beschrieben wird, finden wir in Kapitel 9 nichts von Hochmut oder Eigenwilligkeit in Sauls Leben. Als Eselinnen seines Vaters verloren gehen, macht er sich umgehend auf eine intensive Suche nach denselben. Zwei ganze Verse widmet die Bibel den Orten, die Saul und sein Knecht im Laufe von drei Tagen durchsuchten. Das wenige Proviant war schnell verbraucht, auch war Saul wohl eher gutmütig veranlagt und nahm kein Geld auf seine Expedition mit. Die Geschichte klingt unfassbar idyllisch, als Saul bei seinem Knecht Geld leihen muss, um dem „Seher“ Saul eine Gabe darreichen zu können.  Dabei war dselbst das Geld eine äußerst kleine Gabe. Saul ist hier ein Mann, der sich was sagen lässt, als der Knecht eine Idee hat, schaut er nicht auf ihn herab sondern nimmt Rat an.  In der Stadt dahin sie kamen, hat Samuel ihn bereits erwartet, den das Abenteuer  mit den Eseln war eine Führung Gottes.  Vor dreißig Gästen wird Saul ein Ehrenplatz zuteil, was ihn besonders verwundert haben wird, den Saul war klar, dass der Stamm Benjamin im Volke Israel seit der Beihnaheausrottung durch die anderen 11 Stämme (Richter 19-21) kaum noch eine Bedeutung spielte. Ein Ereignis, das noch nicht so lange her war, und an welches man sich sicher mit Erschaudern in seiner Verwandtschaft erinnert hat. Nach dem Mahl verbringt Saul persönliche und private Gemeinschaft mit Samuel  „auf dem Dach“ (V.26). Über den Inhalt schweigt die Schrift, aber eine Sache wird deutlich, er konnte mit Samuel sprechen, und dass man von Samuel etwas über Gott lernen konnte, war allgemein bekannt.

Lasst uns die positiven Eigenschaften Sauls auflisten:

  • Er unterstützt seine Familie bei seinen Aufgaben und ist seinem Vater gehorsam
  • Er erfüllt seine Aufgabe äußerst gewissenhaft
  • Er nimmt Rat von anderen, auch Niederstehenden an
  • Er bildet sich nicht viel auf sein Äußeres ein
  • Ihm ist die Niedrigkeit seiner Herkunft bekannt
  • Er lässt sich von Männern Gottes von Gott erzählen und hat mit Gläubigen Gemeinschaft

Wenn überhaupt etwas negativ erscheint, dann das Saul zu sehr von den Umständen getrieben wird, und womöglich zu wenig eine Eigeninitiative ergreift.

Später lesen wir noch von weiteren edlen Eigenschaften,

  • Als er öffentlich zum König gekrönt wird, protzt er nicht mit dieser hohen Würde. (1. Sam 10,22-23)
  • Als nicht alle bereit sind, ihn zu akzeptieren und ihn verachten, „tat er, als hörte er’s nicht“ (1.Sam 10,27)
  • Als ein großer Sieg gelingt und man die Spötter lynchen will, zeigt er Großmut gegenüber seinen Verächtern. ( 1.Sam 11,13)

Insgesamt konnten wir neun  positive Eigenschaften Sauls auflisten. Das er trotzdem stürzte, mahnt einen jeden von uns, dass wir nur aus Gnaden selig werden und unsere Errettung nicht auf uns bauen dürfen. Weiterlesen „Saul, eine tragische Entwicklung“

Das Evangelium erreicht einen Zöllner

Lukas-Evangelium, Kapitel 19, Vers 1-10:
„Und er zog hinein und ging durch Jericho. Und siehe, da war ein Mann genannt Zachäus, der war ein Oberster der Zöllner und war reich. Und er begehrte Jesum zu sehen, wer er wäre, und konnte nicht vor dem Volk; denn er war klein von Person. Und er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerbaum, auf daß er ihn sähe; denn allda sollte er durchkommen. Und als Jesus kam an die Stätte, sah er auf und ward sein gewahr und sprach zu ihm: Zachäus, steig eilend hernieder; denn ich muß heute in deinem Haus einkehren! Und er stieg eilend hernieder und nahm ihn auf mit Freuden. Da sie das sahen, murrten sie alle, daß er bei einem Sünder einkehrte. Zachäus aber trat dar und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und so ich jemand betrogen habe, das gebe ich vierfältig wieder. Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, sintemal er auch Abrahams Sohn ist. Denn des Menschen Sohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, das verloren ist.“

Dieser Text zeigt die ganze Pracht des Evangeliums von Jesus, und seine Wirkung auf die Menschen. Wie das Evangelium im Menschen wirkt, wollen wir im Folgenden zusammen betrachten.

1. Zachäus, sein Stand und Leben:

Zachäus kann im besten Fall als ein Self-Made-Man bezeichnet werden. Ist man ihm nicht so wohlwollend eingestellt, weiß man, dass er einen korrupten Lebensstil führte: Denn er war Zöllner. Ein Beruf, denn man im Zeitalter der Globalisierung und der Europäischen Union scheinbar ganz aus den Augen verloren hat. Zur Zeit der Antike und der Großreiche, spielte er jedoch für die oktroyierten Imperatoren die große Rolle, die besetzten Gebiete zu kontrollieren und finanziell auszuschöpfen. So musste auch das jüdische Volk diverse Steuern und Zölle an die römischen Besatzer abgeben. Dementsprechend verpönt war auch der Beruf des Zöllners. Viele jedoch sahen darin eine Chance gesellschaftlich aufzusteigen, da die römische Macht gerne mal ein Auge zudrückte, wenn man mehr Steuern erhob, als eigentlich vorgesehen, – natürlich um die Differenz in die eigene Tasche zu stecken. Dadurch wurde dieser Berufszweig jedoch als umso verruchter angesehen. Somit wurde ein Zöllner ein Schaubild für einen ausgemachten Sünder, also für einen Menschen, der gewissenlos mit seinen Sünden umging. Im Volksmund wurde ein Zöllner sogar gerne mit  Huren in einem Satz erwähnt (Vgl.: Math. 21,31 und Math. 9,11).

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Frei vom Gesetz

Der Brief des Apostel Paulus an die Galater, Kapitel 3, Vers 13:

„Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er ward ein Fluch für uns (denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jedermann, der am Holz hängt“),“

Ein in der Bibel sehr beliebtes Thema ist das Verhältnis von Mensch zum Gesetz. Welche Wirkung hat das Gesetz auf uns? Wie beeinflussen und verändern uns Gebote und Regeln? Wie sehr wurden die alttestamentlichen Gesetze durch das Wirken von Jesus Christus verändert? Diese und ähnliche Fragen wollen wir im Folgenden besprechen, und uns vor allem die Frage stellen, welche Bedeutung dies für unser Christsein hat.

1. Der Mensch und die Gebote

Wie gut ist es doch, dass wir die Gesetze haben. Das gibt uns eine gewisse Sicherheit. Wir wissen, dass uns niemand einfach so ungestraft verprügeln kann. Auch ist uns klar, dass im Normalfall auf der rechten Straßenseite gefahren wird. Verstößt jemand gegen diese Regeln, so hat er mit Strafen zu rechnen. Doch auf der anderen Seite, bekommen wir es oft auch mit der Last der Gebote zu tun. Steuern und Sozialabgaben sind zu zahlen. Ein Ausweis und das Auto sind anzumelden. Jeder Umzug muss dem Staat bekannt gegeben werden. Somit können wir schon unabhängig von der Heiligen Schrift drei Eigenschaften von Geboten erkennen: Erstens, die Allgemeingültigkeit (wenigstens im Rahmen der näheren Umgebung, eines Landkreises, oder eines Staates) für jeden Bürger (z.B. das permanente Fahren auf der rechten Straßenseite). Zweitens, die Sicherheit, die durch die Gebote für die Bürger entsteht. Jedoch auch die Einschränkung der Freiheit eines jeden Menschen, mit der Begründung im Optimalfall die Freiheit des Nächsten nicht einzuschränken.

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