Der unsichtbare Dritte im Tempel

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Selten wird die Zielgruppe bei einem Gleichnis Jesu so klar angegeben, wie bei der Erzählung über den Pharisäer und dem Zöllner im Tempel (Luk 18,9-9). „Er sagte aber zu einigen, die überzeugt waren, fromm und gerecht zu sein, und verachteten die andern“, Jesus erzählte nun, wie ein Pharisäer mutig betete und seine Gerechtigkeit vor Gott bekannte. Abseits stand ein Zöllner. Überwältigt von seinen Sünden wagte er nicht einmal seine Augen empor zu heben. Verzweifelt ruft er aus: „Gott, sei mir Sünder gnädig!“ und geht daraufhin gerechtfertigt in sein Haus. Kaum ein Gleichnis wird häufiger besprochen und doch habe ich den Verdacht, dass wir uns allzu gerne eine dritte Person im Tempel wünschen würden, eine Art Über-Pharisäer.

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