Die wahrhaftige Buße eines lästigen Hofnarrs

Ein Artikel von Carl Trueman:

Fools Rush In Where Monkeys Fear to Tread: Taking Aim at Everyone (English Edition) von [Trueman, Carl R.]

Der typisch britische schwarze Humor im Sinne von „jesting, which is inconvenient“ bis zur Beschreibung protestantischer Literatur, die „beyond satire“ sei, lässt sich kaum übertragen. Geradezu grenzwertig ist das Empfinden der Single-Ladies mit „very deep“. Auch das Zitat von Wordsworth konnte ich nicht gut übersetzen. Wer also kann, sollte lieber dass Original lesen. Wer nicht kann, muss sich mit meiner Übersetzung begnügen. Übrigens: Dieser Essay ist auch Teil der wunderbaren Essay-Sammlung Truemans: Fools Rush In, Where Monkeys Fear to Tread.

Vor einigen Monaten kritisierte ein presbyterianisches Magazin eine meiner Antworten auf Kommentare über mich von einem bestimmten gut bekannten Autor bekannter Christlicher Schriften. Meine Antwort, so führte der Autor in frommer und üblicher Weise aus, war misslungen, denn sie enthielt „unangebrachte Scherze“ und behandelten eine „altehrwürdige Person“ unangemessen. Der Autor war überzeugt davon, dass Prosa, die gelegentlich Sinn für Humor zeigt, viel verwerflicher sei, als die Verleumdung der „altehrwürdigen Person“, auf die ich reagierte. Ja,Verleumdung wie in „absichtliche und böswillige Fehldarstellung des Handelns einer Person, um ihren öffentlichen Ruf zu schädigen“ – offensichtlich eine ziemlich triviale Anschuldigung, soweit es die Meinung meines presbyterianischen Keuschheitshüters betrifft. Schließlich war der Vorwurf der Verleumdung, wenn auch falsch, nur ein Verstoß gegen das neunte Gebot und somit nicht so ernst wie ein bisschen „unangebrachtes Scherzen“. Und wenn er auch berechtigt wäre, würde sich wohl niemand die Mühe eines kirchlichen Verhörs machen, sowie die Anklagen, Verteidigungen und ein faires kirchliches Verhör für den Angeklagten (um sich reinzuwaschen) und den ganzen sonstigen liberalen Quatsch durchführen. Welch Zeitverschwendung und Mühe das doch wäre. Was den harten Umgang der „altehrwürdigen Person“ angeht, muss ich mich wohl in der Tat entschuldigen: Ich kann lediglich darauf plädieren, dass mir zum Zeitpunkt des Schreibens nicht bewusst war, dass die Einhaltung des Neunten Gebotes oder des Anstands und die Reihenfolge eines ordentlichen Verfahrens unnötig sind, sobald man eine Busfahrkarte und ein Rentenbuch besitzt.

Weiterlesen „Die wahrhaftige Buße eines lästigen Hofnarrs“