Eine Viertelstunde über Kol 3,2

Diesen Dienstag betrachtete ich Kol 3.2:

Leben in Christus

Kol 3,1-12 reiht sich in ein häufiges Motiv ein, dass Paulus regelmäßig in seinen Briefen bespricht: Der Gläubige ist gestorben (dem System der Sünde) und lebt nun im Geist/in Christus. (Vgl. auch Röm 6,1-14; 1 Kor 15,22; Eph 2,1-10). Insgesamt fasziniert die Dringlichkeit des Aufrufs zur Heiligung

Keine Askese

Ein „Trachten nach dem Himmlischen“ ist kein Leben als Eremit oder Asketiker. Nur einige Verse davor wendet sich Paulus gegen eine „engelhafte Frömmigkeit“ und ein asketisches Leben (Kol 2,16.18.21-22)

Gesalbt mit dem Geist Christi

Was ist denn überhaupt oben zu finden? Nun wir finden, Christus zur Rechten des Vaters! Aufgrund der Kürze der Zeit und der besseren Übersicht verfolge ich dieses Trachten gemäß der Ämter Christi (König/Priester/Prophet), die er auch mit uns auf gewisse Weise teilt (Vergleiche hierfür auch Frage 31 und 32 im Heidelberger Katechismus)

Hier geht es zum Audiofile:

Predigt: Wir aber predigen Christus, den gekreuzigten

kreuz an der Ostsee

Bildinfo: Caspar David Friedrich: Kreuz an der Ostsee

Bei einem Vortrag einer Musikalischen Gruppe über das Thema Kreuz, sprach ich über die Botschaft von 1. Kor. 1,23:

„wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit;“

Hierbei ging ich diesen vier Fragen nach:

  1. Für wen wurde gepredigt? –> Für ziemlich hoffnungslose Fälle aus der Gemeinde Korinth
  2. Wann wurde gepredigt? –> Als alle etwas anderes hören wollten, und die einen die Botschaft von Christus für Torheit und die anderen  für ein Ärgernis hielten
  3.  Wie wurde gepredigt? –> von sich weg zeigend, jederzeit und mit allen Mitteln
  4. Mit welcher Wirkung wurde gepredigt? –> Im Wegschauen von sich und Hinschauen auf Christus entwickelt sich eine mächtige Gotteskraft.

Die Predigt zum nachhören (Download):

Kunst: Rembrandt

Rembrandt van Rijn und die Brueghel-Familie waren die Künstler, die mir seit meinem Besuch als Teenager in den Pinakotheken Münchens besonders zugesagt haben. Seit ich weiß, dass sie in einem reformierten Milieu tätig waren, sind sie mir noch sympatischer geworden! Meines Erachtens bleiben die holländischen Meister unerreicht. Rembrandt hat in seiner sehr langen Schaffenszeit zahlreiche Gemälde mit verschiedensten Techniken, unterschiedlichen Größen und auch Thematiken produziert. Von Porträits bis großen Landschaften, alles beherrschte er souverän Biblische Motive hat er zu Geschichten gemalt, die man gar nicht auf dem Schirm hätte, wie z.B. den aussätzigen König Uzziah oder die Blendung Simsons. Eine kleine Auswahl biblischer Motive im Folgenden:

(Die Abbildungen habe ich aus:  The Yorck Project: 10.000 Meisterwerke der Malerei,  Ab S. 9653 (c) 2005 The Yorck Project http://www.digitale-bibliothek.de/10000.htm )

das gleichnisvomschatzgraeber
Das Gleichnis vom Schatzgräber (2 Hälfte 17 Jh.)

dasopfer des manoah
Das Opfer des Manoah (1641)

davidmitgoliathshaupt
David mit Goliaths Haupt vor Saul (1627)

davidmitsaul
David spielt Harfe vor Saul (um 1658)

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Der Aussätzige König Uzziah

dercenturiocornelius
Der Centurio Cornelius

dersamariter
Der barmherzige Samariter

dieblendungsimsons
Die Blendung Simsons

heiligefamilie
Heilige Familie

jeremiastrauer
Jeremias trauert über die Zerstörung von Jerusalem (1630)

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Christus treibt die Wechsler aus dem Tempel (1626)

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Christus im Sturm auf dem See von Galilea (1633)

simsonschwiegerfater
Simson bedroht seinen Schwiegervater (1635)

Rembrandt malte zudem über die Zeit seines Schaffens hinweg regelmäßig Selbstportraits (unter anderem malte er auch ein Selbsportrait als Paulus) , hier wieder eine Auswahl von der Jugend an bis zum Alter:

Wenn einer der Leser meines Blogs mal nicht weiß, was er mit seinen Millionen anfangen soll, darf er mir gerne ein Gemälde Rembrands schenken…:-)